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Wir haben keinen Krieg - oder doch?

16.08.2012

Vor kurzem traf ich einen Afrikaner aus Gambia – ein Land, über das ich fast gar nichts weiß. Ich fragte ihn, wie das Leben dort ist. Seine Antwort lautete: „Wir haben keinen Krieg – und auch keinen Hunger – aber alles andere ist sehr schwer.“ Dieser Satz hat mich sehr berührt. Wie oft nehmen wir bei uns überhaupt noch wahr, dass es ein Geschenk ist, in einem Land ohne Krieg und Hunger zu leben?

Und dennoch leben auch wir nicht wirklich in Frieden – denn wir führen Krieg gegen andere und meist auch gegen uns selbst. Alte Feindschaften, Kränkungen, Ereignisse, die wir jemandem nicht verzeihen wollen oder können. Oder Eigenschaften, die wir an uns nicht mögen und Hadern mit dem, was uns im Leben nicht gut gelingt.

Wir wissen alle, dass wir uns nichts Gutes tun damit, und dennoch ist es sehr schwer, aus den alten Denk- und Gefühlsmustern auszubrechen. „Du sollst deine Feinde lieben“ – wer schafft das schon? Menschen, die behaupten, immer das Positive in anderen zu sehen und voller Liebe für ihre Mitmenschen zu sein, sind mir eher suspekt, denn so ganz kann ich es nicht glauben.

Ehrlicher finde ich das Wahrnehmen der persönlichen Schlachtfelder – und der bewusste Versuch, so oft wie möglich, dort keinen Krieg mehr zu führen. Ich spreche von den alltäglichen verletzenden Bemerkungen und Ungerechtigkeiten, aber auch von den großen Verletzungen in unserem Leben. Es kostet jedes Mal Überwindung, sich nicht von den neuen oder alten Wunden zum Kampf anstacheln zu lassen.

Wie kann es gelingen?

  1. Nehmen Sie Ihre eigenen Gefühle wahr und lassen Sie sie ohne Wertung zu. Sind Sie wütend, verunsichert oder verletzt?
  2. Welche Reaktion kommt Ihnen sofort in den Sinn? Gegenangriff, ein verletzter Rückzug, Vorwurf oder Groll?
  3. Treten Sie für einen Augenblick aus dem Ereignis hinaus und schauen Sie sich von außen an, was hier eigentlich geschieht. Welche Beweggründe hat Ihr Gegenüber? Geht es hier wirklich um Sie oder steckt ganz was anderes dahinter und Sie sind nur gerade in der Schusslinie?
  4. Treffen Sie bewusst die Entscheidung, die Situation zu entschärfen, indem Sie Ihre Waffen niederlegen und sich um eine ruhige Verständigung bemühen. Was macht das mit Ihrem Gegenüber? Es muss nicht immer verbal ausgetragen werden– eine innere Geste verändert auch viel.

Klingt es einfach? Woran scheitert es, wenn es mal nicht gelingt? Welche sind Ihre persönlichen „Schlachtfelder“ und wodurch werden sie aktiviert? Ich freue mich über Rückmeldungen zu diesem Thema.

Im Seminar „Heilige Wunden – das 2. Chakra“ werden wir uns auch mit solchen Themen beschäftigen. Siehe genauere Infos unter www.therapeutic-touch-bartholomay.com/termine

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