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Warum Grippe gut ist

02.02.2016

lemon-tea-655914_1280 Ich höre schon die Proteste…..Grippe soll gut sein? Was ist gut daran, total schlapp und verschnupft zu sein, schlaflose Nächte mit Hustenanfällen zu verbringen, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen? Versteh mich nicht falsch. Ich hoffe sehr, dieses Jahr von der Grippewelle verschont zu bleiben. Ich verzichte mehr als gern auf Schnupfen, Husten und einen dicken Kopf. Und dennoch möchte ich allen Betroffenen ein wenig trösten, denn es gibt auch gute Seiten an dieser Krankheit.

Einige Erkenntnisse und wichtige Fragen:

  1.  Es ist kein „Versagen“, krank zu werden. Eine Grippe ist eine Grippe und muss nicht als ein Anzeichen gedeutet werden, dass in deinem Leben etwas nicht stimmt. In welchen Leistungsdruck haben wir da uns eigentlich hineinmanövriert, dass wir uns jetzt sogar selbst bei Virenangriffen „schuldig“ und nicht „gut genug“ fühlen?
  2. Du kannst dich ins Bett legen und einfach gar nichts mehr tun. Gerade die besonders aktiven unter uns tun das nicht freiwillig. Da muss schon eine richtige Keule kommen und uns keine Wahl mehr übrig lassen. Und dann: Wie geht es dir, wenn du nichts mehr TUST, sondern nur BIST? Retreat intensiv sozusagen, wenn auch zwangsverordnet.
  3. Der so fremde Schwächezustand ermöglicht einen ganz neuen Blick auf vermeintlich Wichtiges. Was davon ist entscheidend und was ist eigentlich herrlich egal? Was steht auf deiner langen TO-DO-Liste? Ist alles davon wirklich so wichtig?
  4. Du gewinnst eine neue Sensibilität. Die Dünnhäutigkeit verändert deine Sicht auf Vieles.
  5. Was tut dir jetzt wirklich gut? Wie kannst du gut für dich sorgen oder gar sorgen lassen?
  6. Stille. Stille. Stille. Ständig reden wir darüber, wie wichtig Zeiten in der Stille sind. Jetzt kannst du es testen – über Tage.
  7. Bist DU denn wirklich so wichtig für bestimmte Abläufe? Können Termine und Arbeitsaufgaben nicht auch eine Woche warten?
  8. Wie geht es dir, wenn sogar kleine Alltagshandlungen Kraft kosten? Wenn es ein Erfolg ist, sich eine Tasse Tee zu kochen? Bekommst du gar ein größeres Verständnis für Schwerkranke und chronisch Kranke?
  9. Vielleicht spürst du eine große Dankbarkeit für alles, was da ist, alles was geht, alles Gute in deinem Leben?
  10. Es ist eine innere Reinigung – auf der körperlichen Ebene wird viel ausgeschieden und durch Fieber verbrannt. Aber es gibt auch eine emotionale und seelische Komponente: Welchen Müllberg an Sorgen und Gedanken hast du mit dir herumgetragen, der jetzt weggespült werden darf?
  11. Wie willst du eigentlich leben? Stiller? Langsamer? Behutsamer? Aufmerksamer? Dankbarer? Was nimmst du aus der Krankheit mit in den noch etwas wackeligen Alltag?

Gute Genesung wünscht Vera Bartholomay

Weitere Inspirationstexte und Newsletteranmeldung auf www.therapeutic-touch-bartholomay.com

Kategorien: Gesundheit, Heilsame Berührung - Therapeutic Touch, Inspirationen, Lebensfragen

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Kommentare

Eva Burgis sagt:

04.02.2016 um 14:13 Uhr

liebe vera, herzlichen dank für den inspierenden text!!!! und ich kann dir nur absolut beipflichten!!! ich kann nur sagen, dass ich jetzt jede art von krankheit genauso sehe!!! (hat aber lange gedauert und dazu hat sicher auch die burn-erkrankung vor ca.3 jahren beigetragen!) war gerade gestern den ganzen tag im bett - ein schnupfen kündigte sich an - früher wäre ich doch nie zuhause geblieben- wegen so einer kleinigkeit!! hat mir sehr gut getan - heute scheint der schnupfen fast vorbei und mir geht´s supi!!! habe einfach mal wieder einen tag für mich gebraucht!!! lieben gruss eva aus berlin

Antworten

Vera Bartholomay von http://VeraBartholomay sagt:

04.02.2016 um 15:01 Uhr

Genau so, liebe Eva! Manchmal muß Körper und Seele wieder zueinander finden. Grüße nach Berlin, Vera

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