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Stürmische Zeiten

05.11.2021

Gestern Abend ging es los. Ich bin noch in der Dunkelheit raus aus meiner Hütte und habe gesichert, was ich noch sichern konnte. Gartenmöbel, Blumentöpfe…
Als heftige Regengüsse einsetzten und die ersten Sturmböen vom Meer kamen, blieb mir nur eins. Warten und hoffen, dass alles gut geht. Dass das Dach hält, kein Baum umfällt.


Es wurde eine unruhige Nacht. Der Strom verschwand. Aber es gibt ja Kerzen.

Und dennoch - ich bin hier allein. Welche Nachbarn sind zuhause für den Fall, dass das Dach beschädigt wird und ich sofort Hilfe brauche?


Nachdem ich an frühen Morgen endlich in Tiefschlaf gefallen bin, wurde ich irgendwann zu einer vollkommen friedlichen und unschuldigen Welt wach. Sogar die Sonne blinzelte vorsichtig durch die Wolkendecke. Als wäre nichts gewesen.
Fast war ich etwas beleidigt und fing einen schweigenden Streit mit den Naturkräften an. „So ein Theater habt ihr gemacht! Und jetzt – gar nichts! Wäre es auch nicht eine Nummer kleiner gegangen! Warum habt ihr mich in solche Ängste geschleudert?“


Und nun zu meiner kleinen Küchentischphilosophie.


Ich mache mir manchmal große Sorgen um Dinge, die geschehen könnten. Um Entwicklungen, die ich nicht selbst in der Hand habe. Denen ich mich ausgeliefert fühle und nur noch sehen kann, was ich alles in meinem Leben nicht abgesichert habe. Teilweise, weil für solche Fälle nichts abgesichert werden kann. Weil niemand eine solche Entwicklung vorhersehen kann. Und dennoch grübele ich und mache mir Vorwürfe. Hätte ich bloss… Vielleicht wäre alles anders gewesen, wenn…Dabei ist es meist einfach so, wie es ist.
Wir werden irgendwohin geschleudert – von einem Virus, von einer Krankheit, einer Kündigung, einem persönlichen Schicksal – you name it. Und dann ist eines Morgens der Sturm vorübergezogen und du kannst in deinen Garten gehen und anfangen, die umhergeschleuderten (aber auch frischgeputzen) Sachen wieder einzusammeln. Kannst dir den Schrecken aus deinem Herzen wischen und dir die neue, alte Welt anschauen.


So ist es also jetzt.


Wie geht es jetzt weiter mit den neuen Vorzeichen, die der Sturm in mein durcheinandergewirbeltes Leben gebracht hat.

Was ist jetzt wirklich wichtig?
Eine der Antworten liegt bei den Träumen und Sehnsüchten, die an Wendepunkten manchmal die klarste Sprache sprechen. Was will ich eigentlich (noch) in meinem Leben? Was sollte ich auf gar keinen Fall aufschieben? 

Kategorien: Lebensfragen | Schlagworte: Lebensfragen, Sehnsucht, Zukunft

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